Kollektivvertrag
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Herbstlohnrunde 2012
Die vierte Runde der KV-Verhandlungen brachte eine Einigung über einen eigenständigen KV-Abschluss der Maschinen- und Metallwarenindustrie. Der FMMI hat in diesem Jahr erstmals direkte KV-Verhandlungen geführt, um den besonderen Rahmenbedingungen der Branche, wie etwa überdurchschnittlich hohe Lohntangenten, Rechnung zu tragen.
Das Ergebnis, gültig ab 1. 11. 2012, lautet: gestaffelte IST-Lohn- und -Gehaltserhöhungen von 3,0 bis maximal 3,3 %, differenziert nach Beschäftigungsgruppen. Die KV-Erhöhung beträgt 3,3 bis 3,4 %, Zulagen und Aufwandentschädigungen werden um 3,0 % erhöht, Lehrlingsentschädigungen um 3,4 %.
Die Verhandlungspartner sind darüber hinaus übereingekommen, Fragen wie die altersgerechte Arbeitszeitverteilung in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu behandeln.
Das Verhandlungsteam des FMMI hatte den Gewerkschaften am Donnerstag Abend im Rahmen des Beschäftigungssicherungspakets ein mehrteiliges Angebot unterbreitet. Veit Schmid-Schmidsfelden, stellvertretender Verhandlungsleiter des FMMI-KV-Teams: „Wir sind den Gewerkschaften einen großen Schritt entgegengekommen.“ Trotz der schwierigen Wirtschaftslage und beunruhigenden Prognosen liegt dieser Abschluss deutlich über der Inflationsrate. Zu einer weiteren Erörterung von wesentlichen Fragen wie der ertrags- bzw. lohntangentenabhängigen Lohndifferenzierung und einer Erweiterung des Bandbreitenmodells war die Gewerkschaft nicht gesprächsbereit. „Im Interesse eines sozialpartnerschaftlichen und eigenständigen Abschlusses sind wir den Gewerkschaften heuer entgegengekommen. Da diese Fragen für unsere Branche enorm wichtig sind, werden wir sie aber weiterhin forcieren“, kündigt Schmid-Schmidsfelden an.
Der FMMI beurteilt den Abschluss angesichts der Konjunkturaussichten als äußerst herausfordernd. „Vor dem Hintergrund der schwierigen Zeiten, die vor uns liegen, war es uns aber wichtig, den Betrieben und ihren Mitarbeitern mit einer raschen sozialpartnerschaftlichen Einigung Sicherheit zu geben“, so Schmid-Schmidsfelden abschließend.
Erhöhung Kilometergeld im Kollektivvertrag ab 1. Juli 2008
In Anlehnung an die Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes wurde nun in den beiden Kollektivverträgen für die Eisen- und Metallindustrie das Kilometergeld mit 1.7.2008 erhöht (befristet bis 31.12.2009).
Die neuen Werte betragen bis 15.000 km 0,42 €, über 15.000 km 0,395 €.
Wie wir schon mehrfach darauf hingewiesen haben, konnten die Unternehmen schon ab Bekanntwerden der Erhöhung die höheren Werte an die Mitarbeiter verrechnen. Die steuerliche Begünstigung war in diesem Fall gewährleistet. Nunmehr liegt aber ein arbeitsrechtlicher Anspruch für alle Unternehmen des Eisen-/Metallbereiches im Kollektivvertrag vor.
Für weitere Informationen steht Ihnen Mag. Bernhard Wagner, T 05 90 900-3487, E-Mail wagner(at)fmmi(dot)at gerne jederzeit zu Ihrer Verfügung.
Kollektivvertrag: Kilometergeld-Erhöhung Arbeiter (GMTN) | 16.6 K |
Kollektivvertrag: Kilometergeld Erhöhung Angestellte (GPA) | 18.8 K |
Ihr Ansprechpartner
Bernhard Wagner | Telefon 05 90 900-3487 | E-Mail wagner(at)fmmi(dot)at
